Sommer 2008

Nach dem dezentem Hinweis von mistarix gibt es nun doch mal wieder einen Eintrag. Dabei kann ich natürlich nicht so auf den Putz hauen wie die Singapore- oder Südamerika-Reisenden dieser Welt.
Stattdessen hätte ich folgende Themen im Angebot, die sich seit meinem letzten Beitrag angeboten hätten:

  • mein Umzug in München
  • eine Europameisterschaft
  • einen Sommernachtstraum im Münchener Olympiapark
  • einen Touri-Ausflug nach Berlin
  • das Oktoberfest im September

Da sollte doch zumindest die ein oder andere Anekdote versteckt sein.

Umzug

Nur ganz kurz: Nachdem ich mich nun ca. 1 Jahr lang darüber geärgert habe, dass meine 4 Wände zu eng beieinander stehen und mich das Fehlen einer nennenswerten Küche die zweifelhaften Vorteile von Mikrowellenlasagne erkennen ließen… hab ich mich entschlossen für 2 Jahre ein neues Heim zur Untermiete zu nutzen. Wo’s danach hingeht? Na mal schau’n… Vor 2 Jahren saß ich noch in Berlin…

Europameisterschaft

Immerhin hab ich jedes Deutschlandspiel außerhalb gesehen… Natürlich ist man immer versucht die EM mit einem gewissen du-bist-deutschland-und-was-wir-alleine-nicht-schaffen-das-schaffen-wir-zusammen-WM-Erlebnis zu vergleichen. Aber selbst der beste Biergarten, das schönste Olympiastadion oder ein zweiter Platz kann nicht gegen die Musik-Fußball-Kombination des Popkick ankommen.
Wenigstens hat die Begleitung gestimmt. ;)

Sommernachtstraum

Hinter dem Sommernachtstraum verbirgt sich nicht etwa ein Besuch bei Shakespeare, sondern das einmal jährlich stattfindende Feuerwerk mit Musikuntermalung.
Das Ganze muß man sich ungefähr so vorstellen: Einige hundert Leute begeben sich in den Olympiapark um dort auf einige live auftretende Bands zu warten. Diese Hundertschaften werden von einigen Tausendschaften verfolgt, die sich ärgern, dass kein Platz mehr für sie frei ist. Die Suche nach einem alternativen Sitzplatz mit guter Sicht führt die Nomaden dann zielsicher Richtung Feuer-Sicherheits-Zone, die nicht etwa so heißt weil es dort sicher ist, sondern weil das Feuer der herabstürzenden Raketen dort sicher jemanden trifft abbrennen kann… Wir haben uns also genau dorthin gesetzt und konnten (unterbrochen von einigen Stoßgebeten) der Mischung aus Matrix-Soundtrack und Carmina Burana lauschen während die Einschläge näher kamen.
Die Stimmung war auf jeden Fall gut und sollte wohl auch durch die Sanitäter nicht gestört werden. Die hatten – wie mir erzählt wurde – nämlich noch nicht einmal eine Taschenlampe mit.

Berlin-Touri-Tour

Um auch mal raus aus München zu kommen, machten sich 4 junge Herren gen Berlin auf den Weg. Sowohl der Andi als auch ich mussten unseren (Wahl-)Münchener Freunden ja mal vorführen, warum man in München einfach keinen Döner essen kann. Zumindest dieses kulinarisch-soziale Hilfsprogramm konnten wir recht schnell in die Tat umsetzen (Kein Wunder, wenn man über Neukölln in die Stadt fährt). Ansonsten haben wir uns das komplette Touristenprogramm mit dem Sapziergang vom Alexanderplatz, durch das Brandenburger Tor vorbei am Bundestag bis hin zum Hauptbahnhof gegönnt und sind sogar dazu gekommen die Berliner Unterwelt zu besuchen. Sehr schön auch die Generalprobe zur Vereidigung einiger Grundwehrdienstleistender, die ohne transparentschwingende Demonstranten irgendwie nicht komplett wäre.
Mein persönliches Highlight war dann allerdings doch, das Wiedersehen mit einer alten Klassenkameradin von vor 10 Jahren. Also ich hätte sie nicht wiedererkannt

Oktoberfest

Lederhose Über das Oktoberfest lässt sich ja bekanntlich vieles und auch wieder nichts sagen. Standesgemäß wird dieser Absatz für all das Gejammer stehen, das sich den überfüllten Zelten, den störrischen Türstehern, den überhöhten Preisen, dem grauenvollen Wetter, dem trockenem Hend’l, den abgefüllten Teenies, den nervigen Italienern, den nervigen Engländern den nervigen Australiern, den nervigen Touristen, den nervigen Zugereisten und nicht zuletzt den nervigen Münchenern widmet. Warum man dennoch hingeht? Keine Ahnung. Ich hab mir auf jeden Fall eine Lederhose gekauft und mich auf den Weg gemacht.
Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle zu Danone. (Ja richtig, diese Joghurt-Firma!) Es macht wirklich Spaß auf die Wiesn eingeladen zu werden und sich keine Gedanken über die Rechnung machen zu müssen. Das kriegt wohl nicht jede Firma hin. *hüstel*

Ansonsten gab es natürlich noch ein paar andere Erlebnisse. Aber mir fehlt irgendwie die Muße vom Ausflug auf die Deutsche Alpenstraße oder meinem Kurzurlaub (den ich allerdings in München verbracht habe) zu berichten. Man muss es ja auch nicht übertreiben.

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