Karneval der Kulturen

Was gibt’s zu erzählen? In den Zeiten der verkĂĽrzte Wochen stellt man nicht nur fest, dass eine 4-Tage-Woche vollkommen ausreichend ist. Man kann die Zeit auch nutzen um mal wieder in Berlin vorbei zu schauen. Auch wenn mir MĂĽnchen als Wahlheimat wesentlich besser gefällt als Köln (inzwischen bin ich ja auch schon ein Jahr hier) zieht es mich schon nochmal ab und zu nach Berlin.
Wenn dann das Wetter noch mitspielt… um so besser!

So konnte ich eines der letzten Wochenenden nicht nur nutzen, um an der Geburtstagsparty eines Freundes aufzutauchen sondern auch um mir den Karneval der Kulturen einmal genauer anzugucken.
KdK9 24 Jahre Berlin sind zwar eine Menge Zeit, aber irgendwie hatte ich es nie geschafft mich an dem jeweiligen Wochenende herraus zu bequemen. Das sollte nun anders werden. Nach einer kurzen Bahnfahrt* zog auch schon der sonntägliche Umzugstross an mir und einigen ehemaligen Kommilitonen vorbei. Diverse Kulturen, etliche Subkuturen, eine Menge Musik und zahllose Caipirinha-Verkäufer sorgen für die nötige Stimmung.

*wobei positiv auffällt, dass man in Berlin eben auch in den U-Bahnen Handy/EDGE-Empfang hat

Etwas weniger entspannt lief dann allerdings die Rückfahrt nach München ab. Als absoluter Gutmensch hatte ich mich als Mitfahrgelegenheit angeboten und auch innerhalb eines Nachmittags alle 3 Plätze in meinem Mietwagen voll bekommen. Dass natürlich trotzdem noch Leute (mitten in der Nacht) anriefen kann ich ja auch noch verstehen. Dass kurz vor Ultimo jedoch die komplette Besetzung der Reihe nach absagt, hätte ich nun nicht gedacht.
Eine junge Dame meinte sogar, es wäre eine gute Idee mich 3 Stunden vor der Abfahrt (also 07:30 Uhr) anzurufen um sich zu verabschieden. Nur gut, dass 3 Minuten vorher eine Medizinstudentin aus Dresden anrief und fragte, ob noch ein Platz für Sie von Berlin nach München frei wäre. das gehörte dann wohl in die Kategorie: mehr Glück als Verstand.
Der wirklich armen S** die mich am Sonntag anrief um zu fragen, ob er das Geld auch überweisen könne da seine Geldkarte gerade nicht funktioniert, um mir eine halbe Stunde später folgende SMS zuzuschicken, sei natürlich alles verziehen.

Aus mir noch unbekannten GrĂĽnden ist mein ganzes Geld vom Konto verschwunden. Ich muss leider Zuhause bleiben. Tut mir wirklich Leid. Trotzdem gute Fahrt.

… Da will man nicht tauschen…
Letztendlich hatte ich also das VergnĂĽgen mit der besagten Medizinstudentin, einer Kulturwissenschaftsstudentin aus Passau und einem Sternburger-Export-Liebhaber der offensichtlich mit dem Zeug geduscht hatte. Na dann Prost und Servus…

3 Comments

  1. Steffen

    erfrischend :-) )

    KdK sollte ich mir vielleicht auch mal anschauen. Aber entweder hatte ich in der Vergangenheit keine Lust oder es kam was dazwischen (heuer durfte ich das WE in der Charité verbringen :-( ( ).

  2. Ich hoffe nicht schlimmes…

  3. Steffen

    nein, nein … und sie haben mich am Leben gelassen ;-)

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