Wie sieht ein gelungener Abend aus? Keine Ahnung wie es Anderen geht, aber ich für meinen Teil kann behaupten, gestern einen recht optimalen Abend erlebt zu haben. Aber alles der Reihe nach.
Im letzten November habe ich mir eine Karte für den Auftritt von Dieter Nuhr im Münchener Zirkus Krone besorgt und konnte den Knaben dann gestern auch endlich mal Live erleben.
Eine sehr lustige Angelegenheit, denn glücklicherweise kannte ich das Programm und somit die Pointen noch nicht. Dass der Biergartenbesuch direkt vorher einen gewissen Einfluss auf unsere Begeisterungsfähigkeit hatte, will ich dabei garnicht bezweifeln. Tatsache ist jedoch, dass ich Ihn immer noch für den derzeit besten Comedian in Deutschland halte, was vermutlich daran liegt, dass er nicht rumschreit sondern lieber mit rethorischen Pausen arbeitet und Selbstironie an der Tagesordnung ist. Eine echte Wohltat, wenn man sich die Oliver Pochers und Mario Barths dieser Welt anguckt. – “Auch die leisen Töne machen Melodien…”
Danach ging es mit meinen Kollegen noch in eine Cocktailbar, wobei wir an einer riesigen Menschenschlange vorbei kamen, die anscheinend in einen rot beleuchteten Komplex einziehen wollte. Was da genau los war? Keine Ahnung. Eins war mir aber klar: Um sich da anzustellen muss man echt verrückt sein. Weil der Abend nach der Cocktailbar aber noch nicht zu Ende sein sollte, rief ich noch ein paar Freunde an, die an diesem Abend das Münchener Nachtleben unsicher machten…
So verrückt waren die Leute in der Menschenschlange dann wohl doch nicht. 15 Minuten nach meinem Telefonat fand ich mich selbst in besagter Schlange wieder. Durch geschickt aktive Anstehen war ich relativ schnell vorne angekommen und sah mich mit einer Gästeliste konfrontiert, die – Ohh Wunder – weder ein “Janek” noch ein “Niefeldt” enthielt. Mit “etwas” weiblicher Unterstützung gelang es dann aber doch noch, mich durch den Ausgang rein zu bekommen (Danke nochmal an den Türsteher…!). 10,- € gespart – die wollten investiert werden. Irgendwann hab ich dann auch rausgefunden, wo wir uns befanden. Der Postpalast – die ehemalige Kantine der Postsammelstelle nebenan – hatte am Donnerstag zuvor das erste mal die Pforten geöffnet. Für die Location gibt es 8 von 10 Punkten und die Musik bekommt von mir auch nochmal gute 7 Punkte.
