Hilfe! Zu Hilf! Ich bin gerade im 19. Jahrhundert gefangen. Wie sich sowas äußert? Es gibt ein untrügliches Zeichen. Ich habe keinen Internetzugang und bin deshalb zum Schweigen verurteilt. In meinem Jugendlichem Leichtsinn dachte ich, dass ein DSL-Zugang inzwischen kein großer Aufwand mehr bedeuten würde… Bis ich eine Mail… Was sag ich? …einen Brief von einem fremden Planeten erhielt. Die Telekom meldete sich und kündigte ihren Besuch am Mittwoch von 8:00 bis 13:00 Uhr an um irgendwie irgendwo einen Schalter umzulegen. ***Erde an den Magentariese***: Menschen die arbeiten, hängen um diese Zeit normalerweise nicht in der Wohnung rum.
Ich kann nur hoffen, dass die Pappnasen nächste Woche tatsächlich kommen. Ich werde nämlich extra einen Vormitag herausarbeiten. Und dann – hoffentlich, endlich – die Sensation, der Zeitsprung, die Offenbarung: das Internet hält wieder Einzug in mein hiesiges Wohnviertel bzw. meine 36 Quadratmeter. Bis es soweit ist, frage ich mich, wie Menschen früher ihre Freizeit gestaltet haben. So bin ich gestern zum Beispiel auf dem offenen Münchener Stammtisch gelandet. Zu finden im bereits erwähnten StudiVZ. Wieder einmal der Beweis, dass die mediengepushte Web 2.0 Landschaft auch dem Normalsterblichen einen Mehrwert bringen kann. Man muss nur wollen.
Ich kann dir das Elend gut nachfühlen – ohne Internet ist das Leben nur halb so lebenswert!
;o(
Aber aus Erfahrung weiß ich, man überlebt es. Und wenn man Glück hat, dann hat man beim “Zurück in die Zukunft” die Erinnerung an ganz simple Beschäftigungen im Gepäck … Lesen, Karten spielen, Spazierengehen, Schlafen … äh, klingt nach Rentnerdasein – mhm, kann sein ;o)
Du wirst staunen, aber das tue ich tatsächlich. Dummerweise hält so ein Buch ja nur eine Woche (selbst wenn keine Bilder drin sind ;o))
Davon einmal abgesehen hat die Telekom mir wieder bewiesen, dass sie ein händchen dafür hat jede Dienstleistung zur vollsten Unzufriedenheit des Kunden zu erledigen. Habe ich mir also gestern einen Vormittag in der Hoffnung frei genommen, dass mein Anschluss endlich angeklemmt wird. Um 13 Uhr bin ich dann unverrichteter Dinge abgehauen nur um festzustellen, dass zwar jemand da war, jedoch nur um mir einen kleinen Zettel in den Briefkasten zu werfen und auf jede Arbeitsleistung zu verzichten. Vielleicht hätten die hinschreiben sollen, dass man sich von 8-13 Uhr auf die Lauer legen soll und dem Telekom-mitarbeiter einen Sack über den Kopf stülpen muss, damit er nicht gleich wieder abhaut.
Ha, das solltest du mal beim telekom-service vorschlagen! Sehr witzig! Und nun? Sammelst du schon Holz, um in Zukunft Rauchzeichen zu geben?