Epic Movie

“Epic Movie” Zuerst muss man erwähnen, dass dieser Film in Deutschland unter dem einfallsreichen Namen “Fantastic Movie” in die Kinos kam. Wie so oft leidet auch hier das Format etwas an der Übersetzung. Vielleicht hätte ich mir diese Verschwendung von Zelluloid lieber in Englisch runterl… angucken sollen. Kann ja sein, dass manche Witze besser zünden, wenn man sie im Original hört. Prinzipiell bin ich ja für jede art von Parodie zu haben. Scary Movie (Teil 1 und 3) konnte ich zum Beispiel einiges abverlangen. Das lag aber vor allem daran, dass Teil 1 noch innovativ war (im Gegensatz zu Teil 2) und im 3. Teil ein überdimensionaler iPod vorkam und die cineastischen Querverweise nicht übertrieben wurden.

Epic Movie zieht aber so ziemlich alles in den Kakao was in den letzten Monaten an Filmen das Licht der Welt erblickte. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und eine chronologische Auflistung aller Verweise erstellt (und das war im dunklen Kino garnicht so einfach. The DaVinci Code, Charlie and the Chocolate Factory, Nacho Libre, Snakes on a Plane, X-Men, Scooby Doo, Die Chroniken von Narnia, Dumm & Dümmer, Scarface, Mission Impossible, 2 Fast 2 Furious, American Pie, Supermans Return, Punk’d, Star Wars, Harry Potter, Fluch der Karibik, Robin Hood, Pussycat Dolls, James Bond, Borat, Herr der Ringe, Zapped und Klick.

Zwischendurch gibt es noch etliche Querverweise auf diverse MTV-Auwüchse � la Pimp my Ride sowie kleinere Sticheleien gegenüber eines bekannten Amerikanischen Präsidenten, einer Millionärserbin mit dem Namen einer Europäischen Hauptstadt, einem 1/2-Dollar-Gangsta-Rapper und einem beliebten Logikrätsel namens “Sūji wa dokushin ni kagiru”.

Zur Besetzung: “Wow! Stiffler’s Mom…” Was für eine Überraschung. Was, jemand ist nicht von allein drauf gekommen? Dann lassen wir es Mahal Badalandabad (aus Party Animals) doch am besten nochmal laut sagen, damit es auch der letzte begreift. Im Chor: “Wow” Stiffler’s Mom…” Wenn ein Schauspieler, den man schon einmal gesehen hat in so einem Film das zweite mal auftaucht, so werde ich das Gefühl nicht los, dass er sich dringend andere Rollen besorgen sollte, da er sonst nie von dieser Art Film weg kommt. Der einziger Darsteller, den ich lustig fand war Dave Chappelle (“I’m Rick James, bitch!”, “Cocaine is a hell of a drug!”). Und das auch nur weil ich seine Show nett finde.

Die Story: Ja wo is sie denn? Ich glaube nicht, dass das Dehbuch mehr als ein DinA5-Blatt verschlungen haben wird. Letztendlich hangelt sich der Plott von einer geklauten Szene zur nächsten und man muss mit einem tränenden Auge sehen wie ein gut gelungener Scherz des Originals (Willy Wonka: “Of course you can! Everything in this room is eatable, even *I’m* eatable! But that is called “cannibalism,” my dear children, and is in fact frowned upon in most societies.”) auf billigste Art und Weise ausgeweidet wird. Ansonsten läßt sich die Story schnell zusammenfassen: 4 Waisen geraten über eine Eintrittskarte in ein Haus in dem ein Schrank steht, der sie nach Gnarnie führt, wo sie die weiße Schlampe (Stiffler’s Mom) töten müssen, was sie schließlich auch tun. Ende!”

Fazit: Wenn mal wieder ein Film damit wirbt, dass sich zwei der sechs Autoren von Scary Movie zusammengefunden haben, dann ist zu befürchten, dass es dieselben sein werden, die dieses Verbrechen am Kinogewerbe begangen haben.

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