Nee, ich werde jetzt nicht anfangen irgendwas über Santa Claus zu erzählen. Es ist zwar bald Weihnachten aber das geht ja dann doch zu weit.
Wie schon in meinem vorangegangenen Post angekündigt, haben wir uns mal wieder ein Haus organisiert und dort ein gemütliches Wochenende verbracht. Diesmal gings nach Wittenberg. Für mich hieß das: Am Freitag mit dem Flieger von München nach Berlin und anschließend mit nem Mietwagen in die Lutherstadt. Am Sonntag gings dann wie ein richtiger Business Kasper zurück nach Köln.
Schon alles ein bissel abgehoben. Dabei ist so ein Wochenende genau die richtige Gelegenheit um die Seele baumeln zu lassen und die “guten alten Zeiten” in Berlin Revue passieren zu lassen. Getreu dem Motto 20 Freunde sollt ihr sein, haben wir uns also ins Wochenende gestürzt und dabei sogar noch was über die Schaffensstätte von Martin Luther erfahren. Während der Freitag naturgemäß recht kurz ausfiel wurde der Samstag nämlich sinnvoll genutzt. Genbügend Zeit um alle 95 Thesen Luthers durchzulesen hatte ich zwar nicht, aber ich hatte eh den Eindruck, dass sich der gute Junge zum Schluss eh nur noch wiederholt hat (alle Angaben ohne Gewähr). Merkwürdig auch, dass die berühmt berüchtigte Kirchenpforte inzwischen in Bronze gegossen wurde und man die heiligen Hallen quasi nur noch durch das Hintertürchen betreten kann. Der Zaun davor hat aber vermutlich seinen Sinn. Zu verlockend wäre es wohl These Nummer 96 nach eigenem Gutdünken hinzuzufügen.Da ich als …na, sagen wir mal… ungebildeter Heide etwas Aufklärung benötigte, haben wir uns eine Reiseführerin organisiert die neben der Leistung des allseits bekannten Martin L. vor allem die seiner Frau betonte. Ihren Namen hab ich allerdings wieder vergessen. Tja, die Geschichte wiederholt sich…Ansonsten präsentierte sich Wittenberg als eine hochmoderne Stadt die, umgeben von blühenden Landschaften, so einiges zu bieten hat. Was genau? Naja, zum Beispiel konnten wir die Anwesenheit eines mongolischen Marktschreiers genießen. Warum dieser nun minutenlang auf einem vollkommen leeren Platz stand und in einem mongolisch-englisch-Mix seinem Frust Luft machte weiß ich natürlich nicht. Aber irgendwas wird das schon bedeutet haben. Die Wache (oder waren es Soldaten) die vorbei kamen, interessierte das auf jeden Fall nicht so sehr wie das nächstgelegene Wirtshaus. Eben noch alles wie zur guten alten Zeit ;o)
Der Abend wurde dann traditionsgemäß mit Grill und Lagerfeuer begangen. Um den sportlichen Aspekt nicht außer acht zu lassen traten auf diesem Schlachtfeld der (Macho-)Ehre die Preußen, ausgestattet mit allerlei Steak und etwas Gemüse, gegen die Thüringer mit ihren Original Thüringer Rostbratwürstchen an. Um kein böses blut aufkommen zu lassen werde ich das Ergebnis dieses Wettstreits jedoch nicht preisgeben. Ich bitte um Nachsicht. Ähnlich traditionsgemäß war dann auch die Zeit zu der es ins Bett ging. Irgendwann gegen 6:00 Uhr rafte es auch die letzten dahin.
Ich selbst hab das ganze auf jeden Fall genossen. Das Wochenende bot einem die Gelegenheit ein paar Leute nach langer Zeit wieder zu sehen und auch einige überfällige Dinge zu klären. Was übrig bleibt ist die Erkenntnis, dass ein Wochenende viel zu wenig Zeit ist um sich jedem lange genug zu widmen, um die letzten Monate wett zu machen. Aber ein nächstes Mal wird es bestimmt geben.